Klar, ein Pferd hat Hufe und kann damit im Schritt gehen, traben, galoppieren und manche haben sogar noch einen vierten Gang, den Tölt. Aber was hat das nun mit dem Logo des Stuttgarter Maschinenbaus zu tun?
Die Aufgabe beim 32. Konstruktionswettbewerb des Instituts für Konstruktion und Fertigung in der Feinwerktechnik für Studierende des Maschinenbaus und der Fahrzeugtechnik lautete, dass eine Maschinen entwickelt werden muss, mit der man ferngesteuert eine 3D-Figur des Logos auf die höchste Stelle eines Parcours bringen kann.
Beim Start und während des Transports gab es dann ein paar Einschränkungen zu beachten. So waren zum Beispiel das Gewicht und die Energieversorgung eingeschränkt und die Abmessungen der Transportmaschine beim Start. Wenn man diese Einschränkung genau betrachtete, war da aber eine Dimension nicht aufgeführt. Beim Start durfte die Maschine inklusive Pferd eine quadratische Grundfläche mit einer Kantenlänge von 300 mm nicht überschreiten. Aber stand da denn wirklich nichts über die Höhe der Maschine?
Kaum war die Aufgabenstellung vorgestellt, ging es dann schon los. Die Zeit für die Entwicklung der Maschine und deren Aufbau war, zumindest gegen Ende, gefühlt mal wieder viel zu kurz. Als Erstes ging es um das Pferd. Auch es musste selbst hergestellt werden. Aber wie sieht es eigentlich aus? So ganz einfach war das nicht. Da gab es nur einen unvollständigen Zeichnungssatz, ein paar Abbildungen im Internet, ein großes Holzmodell und eine digitale 3D-Punktwolke.
Und wie transportiert man es nun zu der höchsten Stelle der Wettkampfbahn? Ist der erste Gedanke, ein Fahrzeug mit Anhänger als Pferdetransporter zu bauen, wirklich die zuverlässigste und einfachste Lösung? Was stand da genau in der Aufgabenstellung? Ferngesteuert und quadratische Grundfläche. Da könnte man doch …, oder besser …, aber warum eigentlich nicht?
Nach vielen Stunden fand sich dann eine Lösung, die ganz anders war als die Idee vom ersten Durchlesen der Aufgabenstellung. Aus dem Autoanhänger als Pferdetransporter wurde ein hoher Baukran, der ohne unerlaubte Ausnutzung der Schwerkraft das Pferd zielsicher auf dem Gipfel absenkte.
Beim Konstruktionswettbewerb konnten die Teilnehmer ihre vier Semester Konstruktionslehre, Technische Mechanik, Elektrotechnik und auch Informatik praktisch anwenden und einen kompletten Entwicklungsablauf bis zum Test des Prototyps am Wettbewerbstag durchführen. So, wie die Stimmung beim Wettbewerb im Hörsaal war, haben sicher alle bei der Aufgabe nicht nur etwas gelernt, sondern hatten auch viel Spaß bei der Umsetzung von der Theorie in die Praxis.
Ergebnis
1. Platz
Louis Maurer, Erdit Bahtijari, Ivo Kirsch
Ein besonderer Dank gilt den folgenden Firmen, die den Wettbewerb schon seit vielen Jahren unterstützen: