Kutsche, Wohnmobil oder Pferdeanhänger?

32. Konstruktionswettbewerb KL IV (FWT) 2025

Wie kommt das Pferd des Stuttgarter Maschinen­baus auf den Berg?

Klar, ein Pferd hat Hufe und kann damit im Schritt gehen, traben, galoppieren und manche haben sogar noch einen vierten Gang, den Tölt. Aber was hat das nun mit dem Logo des Stuttgarter Maschinenbaus zu tun?
Die Aufgabe beim 32. Konstruktionswett­be­werb des In­stituts für Konstruktion und Fertigung in der Feinwerk­technik für Stu­dierende des Maschinenbaus und der Fahrzeug­technik lautete, dass eine Maschinen entwickelt werden muss, mit der man ferngesteuert eine 3D-Figur des Logos auf die höchste Stelle eines Parcours bringen kann.

Beim Start und während des Transports gab es dann ein paar Einschränkungen zu beachten. So waren zum Bei­spiel das Gewicht und die Energieversorgung einge­schränkt und die Abmessungen der Transport­maschine beim Start. Wenn man diese Einschränkung genau betrachtete, war da aber eine Dimension nicht aufge­führt. Beim Start durfte die Maschine inklusive Pferd eine quadratische Grund­fläche mit einer Kanten­länge von 300 mm nicht über­schreiten. Aber stand da denn wirklich nichts über die Höhe der Maschine? 
Kaum war die Aufgaben­stellung vorgestellt, ging es dann schon los. Die Zeit für die Entwicklung der Maschine und deren Aufbau war, zumindest gegen Ende, gefühlt mal wieder viel zu kurz. Als Erstes ging es um das Pferd. Auch es muss­te selbst herge­stellt wer­den. Aber wie sieht es eigentlich aus? So ganz einfach war das nicht. Da gab es nur einen unvoll­ständigen Zeichnungs­satz, ein paar Abbildun­gen im Internet, ein großes Holz­modell und eine digitale 3D-Punktwol­ke.

Und wie transportiert man es nun zu der höchsten Stelle der Wettkampfbahn? Ist der erste Gedanke, ein Fahr­zeug mit Anhänger als Pferdetransporter zu bauen, wirk­lich die zuverlässigste und einfachste Lösung? Was stand da genau in der Aufgabenstellung? Fernge­steuert und quadratische Grundfläche. Da könnte man doch …, oder besser …, aber warum eigentlich nicht?
Nach vielen Stunden fand sich dann eine Lösung, die ganz anders war als die Idee vom ersten Durchlesen der Auf­gaben­stellung. Aus dem Autoanhänger als Pferdetrans­porter wurde ein hoher Baukran, der ohne unerlaubte Aus­nutzung der Schwerkraft das Pferd ziel­sicher auf dem Gipfel ab­senkte.

Beim Konstruktionswettbewerb konnten die Teilnehmer ihre vier Semester Konstruktionslehre, Technische Me­chanik, Elektrotechnik und auch Informatik praktisch an­wenden und einen kompletten Entwicklungsablauf bis zum Test des Prototyps am Wettbewerbstag durchführen. So, wie die Stimmung beim Wettbewerb im Hörsaal war, haben sicher alle bei der Aufgabe nicht nur etwas ge­lernt, sondern hatten auch viel Spaß bei der Umsetzung von der Theorie in die Praxis.

Ergebnis

1. Platz
Louis Maurer, Erdit Bahtijari, Ivo Kirsch

Ein besonderer Dank gilt den folgenden Firmen, die den Wettbewerb schon seit vielen Jahren unterstützen:

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