So ungefähr steht es in den Empfehlung für das Fußballtraining. Beim 33. Konstruktionswettbewerb des Instituts für Konstruktion und Fertigung in der Feinwerktechnik mussten zuvor aber erst einmal die Torschützen entwickelt und aufgebaut werden. Aber war das dann schon alles?
Die Aufgabe des diesjährigen Wettbewerbs lautete: es muss eine Maschine entwickelt werden, die ein Tor schießen und einen Torschuss abwehren kann. Die gleiche kleine Maschine musste als Torschütze und auch als Torwart ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Wie in den vergangenen Jahren waren einige Einschränkungen zu beachten. Ein Punkt war, dass die Maschine als Torschütze und als Torwart beim Start und während des Wettkampfs nicht beliebig groß werden durfte. Eigentlich ist es aber klar, dass ein Torwart während des Spiels nicht so viel wachsen oder zunehmen kann.
Der Zeitraum von der Bekanntgabe der Aufgabenstellung bis zum Wettbewerb war für die Studierenden, zumindest gefühlt, wieder einmal „viel zu kurz“. Von der Präzisierung der Aufgabenstellung bis zur fertigen Maschine musste der komplette Entwicklungsprozess durchgeführt werden.
Es wurde alles angewendet, was in vier Semestern Maschinenbaustudium gelehrt wird. Endlich konnte das Wissen auch mal in die Praxis umgesetzt werden. Vom Aufbau des Chassis, über das Getriebe und Fahrwerk bis zur Steuerung musste alles entwickelt, aufgebaut und getestet werden. Welche Lösung die beste war, zeigte sich dann beim Wettkampf.
Die Maschinen mussten die Aufgabe nach dem Anpfiff ohne Eingriff eines Trainers selbstständig absolvieren. Das führte zu sehr unterschiedlichen Lösungen.
Es gab Maschinen, die mit Kameras oder LIDAR-Sensoren versuchten, den Ball, den Gegner und die Umgebung zu erfassen und darauf zu reagieren, und es gab Maschinen, die mittels Zufall oder Intuition des Trainers vor dem Anpfiff den Angriff oder die Verteidigung durchführten.
Wie im echten Fußball kamen auch taktische Tricks zum Einsatz. Maschinen, die im öffentlichen Training vor dem Wettbewerb eine andere Software als beim Wettkampf hatten, aufklappende große Farbflächen in Ballfarbe, um die Kamerasysteme zu verwirren, geheime Zahlencodes bei den Startvorbereitungen, Überkopf-Rückwärts-Schüsse – alles, was nur irgendwie denkbar und regelkonform war – es war wie im großen Fußball.
Und die Stimmung beim Wettbewerb im Hörsaal am Tag der Wissenschaft war sicher noch besser als in einem großen Stadion.
Ergebnisse
1. Platz
Berit Maute, Leo Rafael Geißler, Lucas Lessing, Ole Meißner
2. Platz
Nina Häusler, Henry Bossog, Linus Edelmann, Jan Riegger
3.Platz
Federico Sorce, Simon Arnold, Iniko Pasmakis, Pablo Silles Marín
Ein besonderer Dank gilt den folgenden Firmen, die den Wettbewerb schon seit vielen Jahren unterstützen: