Ein großer Ball, zwei kleine Maschinen und das Tor

33. Konstruktionswettbewerb KL IV (FWT) 2026

"Zielsichere Torschützen sind kein Zufall, sie werden durch ein systematisches Tor­schusstraining ausgebildet."

So ungefähr steht es in den Empfehlung für das Fußball­training. Beim 33. Konstruktionswett­be­werb des In­stituts für Konstruktion und Fertigung in der Feinwerk­technik mussten zuvor aber erst einmal die Tor­schützen entwickelt und aufgebaut werden. Aber war das dann schon alles?
Die Aufgabe des diesjährigen Wett­be­werbs lautete: es muss eine Maschine entwickelt werden, die ein Tor schie­ßen und einen Torschuss abwehren kann. Die gleiche kleine Maschine musste als Torschütze und auch als Tor­wart ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Wie in den vergangenen Jahren waren einige Einschrän­kungen zu beachten. Ein Punkt war, dass die Maschine als Torschütze und als Torwart beim Start und während des Wettkampfs nicht beliebig groß werden durfte. Eigentlich ist es aber klar, dass ein Torwart während des Spiels nicht so viel wachsen oder zunehmen kann.
Der Zeitraum von der Bekanntgabe der Aufgaben­stellung bis zum Wettbewerb war für die Studierenden, zumindest gefühlt, wieder einmal „viel zu kurz“.  Von der Präzi­sierung der Auf­gabenstellung bis zur fertigen Maschine musste der komplette Ent­wicklungs­prozess durchgeführt werden.
Es wurde alles angewendet, was in vier Semestern Maschinen­bau­studium gelehrt wird. Endlich konnte das Wissen auch mal in die Praxis umgesetzt werden. Vom Aufbau des Chassis, über das Getriebe und Fahrwerk bis zur Steuerung musste alles entwickelt, aufgebaut und ge­testet werden. Welche Lösung die beste war, zeigte sich dann beim Wettkampf.

Die Maschinen mussten die Aufgabe nach dem Anpfiff ohne Eingriff eines Trainers selbstständig absolvieren. Das führte zu sehr unterschiedlichen Lösungen.
Es gab Maschinen, die mit Kameras oder LIDAR-Sensoren ver­suchten, den Ball, den Gegner und die Umgebung zu erfassen und darauf zu reagieren, und es gab Maschinen, die mit­tels Zufall oder Intuition des Trainers vor dem Anpfiff den Angriff oder die Verteidigung durchführten.
Wie im echten Fußball kamen auch taktische Tricks zum Einsatz. Maschinen, die im öffentlichen Training vor dem Wett­bewerb eine andere Software als beim Wettkampf hatten, aufklappende große Farbflächen in Ballfarbe, um die Kamera­systeme zu verwirren, geheime Zahlencodes bei den Start­vorbereitungen, Überkopf-Rückwärts-Schüsse – alles, was nur irgendwie denkbar und regel­konform war –  es war wie im großen Fußball.
Und die Stimmung beim Wettbewerb im Hörsaal am Tag der Wissenschaft war sicher noch besser als in einem großen Stadion.

Ergebnisse

1. Platz
Berit Maute, Leo Rafael Geißler, Lucas Lessing, Ole Meißner

2. Platz
Nina Häusler, Henry Bossog, Linus Edelmann, Jan Riegger

3.Platz
Federico Sorce, Simon Arnold, Iniko Pasmakis, Pablo Silles Marín

Ein besonderer Dank gilt den folgenden Firmen, die den Wettbewerb schon seit vielen Jahren unterstützen:

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