Aufgabenstellung

Konstruktionswettbewerb 2006

Es soll eine Maschine entwickelt werden, die auf einer horizontalen Fläche A mit dem Gegenstand B die Kugel C in das Ziel D befördert.

Folgende Einschränkungen müssen beachtet werden:

  • Die horizontale Fläche ist mit einem Kunstrasen bezogen. Sie ist nicht ideal eben und nicht unendlich groß (vgl. Abbildung).
  • Die Maschine darf beim Start ein maximales Gewicht von 5 kg und einen maximalen Bauraum von 400 x 400 x 300 mm³ nicht überschreiten und muss sich vollständig im Bereich A befinden.
  • Einzige zulässige Energiequellen sind vier Batterien vom Typ AA sowie die aus der Masse der Maschine resultierende potentielle Energie.
  • Die Maschine muss nach dem Start die Aufgabe selbstständig und ohne Eingriff eines Bedieners ausführen.
  • Die Abmessungen und die Lage des Gegenstandes B, der Kugel C und des Ziels D sind vorgegeben.
  • Die Kugel C darf nur mit dem Gegenstand B berührt werden.
  • Kein Teil, das zur Fortbewegung der Maschine dient und zeitweise oder dauernd den Kunstrasen berührt, darf sich um mehr als 60 Grad drehen.
  • Gegenstände und Personen dürfen nicht von der Maschine beschädigt werden!

Daten der Kugel C:

Durchmesser: 145 mm ± 2 mm
Masse: 162 g ± 2 g
Oberflächenmaterial: Kunstleder
Masse (pro Schuh): 248 g ± 5 g


Daten des Gegenstands B:

Handelsüblicher Sportschuh der Größe 39 mit offenem Fersenbereich, der mit einer glatten Aluminiumsohle ausgestattet ist.
Für den Wettbewerb steht wahlfrei der linke oder rechte Schuh zur Verfügung.
Masse (pro Schuh): 248 g ± 5 g

 

Ablauf des Wettbewerbs:

Teilnahmeberechtigt sind alle Studierenden der Vorlesung Konstruktionslehre (Feinwerktechnik) IV der Universität Stuttgart im Sommersemester 2006.

  • Die Startreihenfolge der Maschinen wird zu Beginn ausgelost.
  • Die Maschine wird von Hand im Startbereich A aufgesetzt und beim Startsignal in Betrieb gesetzt.
  • Gemessen wird die Zeit zwischen dem Start der Maschine und dem Zeitpunkt, an dem die Kugel C vollständig im Ziel D ist.
  • Gelangt bei einem Wertungslauf die Kugel C nicht oder nicht vollständig in das Ziel D, gilt dieser Lauf als nicht bestanden.
  • Jede Maschine hat drei Wertungsläufe. Für die Platzierung wird nur der beste Lauf jeder Maschine gewertet.
  • Sieger ist die Gruppe mit der Maschine, die in der kürzesten Zeit die Kugel C vollständig in das Ziel D befördert.
  • Bei Zeitgleichstand unter den Plätzen 1 bis 4 müssen die jeweils zeitgleichen Maschinen nochmals direkt gegeneinander antreten bis eine Entscheidung herbeigeführt ist.
  • Um den Wettbewerb zügig und für das Publikum spannend durchzuführen, darf eine Laufzeit von drei Minuten nicht überschritten werden. Ist die Maschine nach Ablauf dieser Zeit noch in Bewegung, wird der Lauf abgebrochen.
  • Es dürfen während des Wettkampfes nur die vom Institut ausgegebenen Batterien verwendet werden.
  • Vor jedem Wertungslauf ist von der Gruppe festzulegen, ob als Gegenstand B der linke oder rechte Sportschuh aufgestellt werden soll.
  • Wird die Kugel C mit der Maschine berührt oder ein leichter Regelverstoß begangen, wird dies mit einer Gelben Karte geahndet.
  • Die Beschädigung von Gegenständen oder Personen wird ebenso wie ein schwerer Regelverstoß mit einer Roten Karte bestraft.
  • Eine Gelbe Karte führt zu einer Zeitstrafe von 60 Sekunden, die zu der gemessenen Laufzeit hinzugezählt wird. Eine Rote Karte führt zur Disqualifikation.
  • Die Erfüllung der Aufgabe und das Einhalten der Regeln werden von einem Schiedsrichter überwacht.

Termin und Ort:

Der Wettbewerb fand während der langen Nacht der Wissenschaft an der Universität Stuttgart am 7. Juli 2006 um 16 Uhr im Hörsaal V7.02 (Pfaffenwaldring 7) statt.

 

Fragen zu unseren Konstruktionswettbewerben

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