Aufgabenstellung

Konstruktionswettbewerb 2009

Es soll eine Maschine entwickelt werden, die Kugeln, die sich in einem Behälter auf der Fläche A befinden, in einen Behälter auf der Fläche B transportiert. (ugs.: Ali Baba versucht einen Schatz in seiner Höhle zu verstecken. Auf der Flucht muss er aber den Graben vor seiner Höhle überqueren. Wie viel vom Schatz wohl im Graben landet? Schafft er es, die Höhle vor den Verfolgern zu verschließen?)

Folgende Einschränkungen müssen beachtet werden:

  • Die Maschine darf beim Starten ein maximales Gewicht von 5 kg und einen maximalen Bauraum von 300 x 300 x 300 mm³ nicht überschreiten und muss sich vollständig im Bereich C befinden.
  • Während des gesamten Laufs darf die Maschine einen Bauraum vom 600 x 600 x 600 mm³ nicht überschreiten.
  • Einzige zulässige Energiequellen sind vier Batterien des Typs LR6 oder R6, sowie die aus der Masse der Maschine resultierende potentielle Energie.
  • Die Spielbahn ist nicht ideal eben.
  • Der Behälter mit den Kugeln darf vor dem Start beliebig im Bereich D platziert werden.
  • Die Maschine muss nach dem Start die Aufgabe selbständig und ohne Eingriff eines Bedieners ausführen.
  • Gegenstände und Personen dürfen von der Maschine nicht beschädigt werden.
Kugeln: ∅ 40 ± 0,5 mm Masse: 2,72 ± 0,5 g Farbe: weiß bzw. orange Menge: 8 Stück
Netz: Garn: ∅ 0,5 ± 0,25 mm, geflochten Werkstoff: PP Maschenweite: 15 mm Maschenstellung: rhombisch
Startbehälter: Masse: 4,5 ± 0,25 g Werkstoff: PS    
Lichtvorhang: Hersteller: KEYENCE CORPORATION Typ: SL-C16F-R    

Ablauf des Wettbewerbs:

Teilnahmeberechtigt sind alle Studierenden der Vorlesung Konstruktionslehre (Feinwerktechnik) IV der Universität Stuttgart im Sommersemester 2009.

  • Die Startreihenfolge der Maschinen wird ausgelost.
  • Der Behälter mit den Kugeln darf vor dem Start beliebig im Bereich D platziert werden. Dabei muss sich die Stellfläche des Behälters vollständig innerhalb der Begrenzungslinien des Bereichs D befinden.
  • Die Maschine wird von Hand im Bereich C positioniert und beim Startsignal in Betrieb gesetzt.
  • Die Aufgabe muss innerhalb von 180 Sekunden erledigt werden. Ist die Maschine nach Ablauf dieser Zeit noch in Bewegung, wird die Klappe E entriegelt und der Lauf damit beendet. Evtl. im Zielbehälter befindliche Kugeln werden dabei mit 2 Punkten gewertet.
  • Innerhalb der 180 Sekunden darf bei einer Fehlfunktion der Maschine höchstens zweimal erneut gestartet werden. Die Zeitmessung läuft dabei jedoch weiter. Der Neustart erfolgt in der Ausgangssituation der Aufgabe. Alle Kugeln befinden sich dabei wieder im Startbehälter.
  • Beim Unterbrechen des Lichtvorhangs im Zielbehälter wird die Klappe E entriegelt und der Zielbehälter damit verschlossen.
  • Gemessen wird die Zeit zwischen dem Startsignal und dem Zeitpunkt, an dem der Lichtvorhang im Zielbehälter unterbrochen wird.
  • Nach dem Auslösen des Lichtvorhangs, darf kein erneuter Startversuch unternommen werden.
  • Die Rangfolge der Maschinen wird über die erreichten Punkte bewertet (vgl. Wertung). Bei Punktegleichstand erfolgt die Platzierung entsprechend der kürzesten Zeit bis zur Unterbrechung des Lichtvorhangs.
  • Die fünf besten Maschinen aus dem ersten Durchgang führen einen zweiten Wertungslauf durch. Die Punkte und Zeiten der beiden Läufe werden zur Schlusswertung addiert. Sieger ist die Gruppe, deren Maschine am meisten Punkte erreicht. Bei Punktegleichstand erfolgt die Platzierung entsprechend der kürzesten Zeit.
  • Die Beschädigung von Gegenständen oder Personen führt zur sofortigen Disqualifikation der Maschine.
 

Fragen zu unseren Konstruktionswettbewerben

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