So nah und doch so fern ...

15. Konstruktionswettbewerb KL IV (FWT) 2007

Für einen Menschen ist es meistens nicht schwer, einen Schalter in 2 Meter Höhe zu betätigen. Aber wie macht das eine kleine Maschine?

Es soll eine Maschine entwi­ckelt werden, die von einem Startbereich aus einen von sechs erhöht an­gebrachten Schaltern betä­tigt.
Eigentlich wirkt die Aufgabenstellung doch ganz einfach. Insbesondere dann, wenn zu den verschiedenen Schaltern auch noch diverse Hilfen hinführen, wie z. B. eine Leiter, ein Seil oder ein dickes Rohr.

Wenn man aber noch verschiedene Randbedingungen einhalten muss, wird das Ganze deutlich schwieriger. So mussten die Maschinen beim Start einen vorgegebenen Bauraum einhalten, ein maximales Gewicht durfte nicht überschritten werden und als Energiequellen waren nur vier Mignonzellen und die aus dem Eigengewicht der Maschine resultierende potentielle Energie zulässig. Des Weiteren mussten die Maschinen die Aufgabe ohne Eingriff eines Bedieners erledigen.
All dies zusammen macht es dann doch für so eine kleine Maschine ziemlich schwierig, einen Schalter in 2 Meter Höhe zu betätigen. So unterschiedlich wie die angebotenen Hilfen waren auch die Lösungen der 25 studentischen Teams.

Es gab Maschinen, die am Seil zu dem darüber angebrachten Schalter kletterten, und andere, die versuchten, mit Hilfe der Leiter einen Schalter zu erreichen. Ein paar Konstruktionen umgriffen das Rohr und fuhren an diesem hinauf. Auch Tennisbälle, Holzkugeln, Plastikflugzeuge und andere Gegenstände wurden nach oben geschossen. Andere Maschinen entfalteten lange Scherengitter, die dann einen der Schalter betätigten.
Dass nicht alle Konstruktionen dabei zum gewünschten Erfolg führten, tat der Stimmung beim sehr gut besuchten 15. Konstruktionswettbewerb des Institutes für Konstruktion und Fertigung in der Feinwerktechnik der Universität Stuttgart keinen Abbruch.
Nicht nur der Sieg war hier das Ziel, sondern auch die Möglichkeit, die eigene, aufgebaute Konstruktion im direkten Vergleich zu anderen studentischen Lösungen zu sehen. Beispielsweise gab es auch eine „etwas“ übergewichtige Maschine, die die Aufgabe nur sehr, sehr bedächtig löste – aber Dabeisein ist (doch) alles ...

Ein besonderer Dank gilt den folgenden Firmen, die den Wettbewerb teilweise schon seit vielen Jahren unterstützen:

Ergebnisse

  • 1. Platz: Celine Geiger, Henning Dohrmann, Marius Gemeinhardt, Marcus Helmke, Alexander Zöllner.
  • 2. Platz: Rim Zerriaa, Sebastian Attinger, Matthias Maier, Matthias Maier, Kesra Mohsen Nezhad.
  • 3. Platz: Jing Zhou, Moritz Baber, Marcel Bauer, Hannes Günther, Alexander Riebel.
 

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