23. Konstruktionswettbewerb KL IV (FWT) 2016

Süße Versuchung

Die Aufgabe des diesjährigen Konstruktionswettbewerbs ist es, eine Maschine zu entwickeln, die in der Lage ist, Teile von einem nicht vollständig starren Träger, der sich in einem abgegrenzten Bereich befindet, abzunehmen.

Wenn man es einfacher sagen möchte, lautete die Aufgabenstellung des 23. Konstruktionswettbewerbs des Instituts für Konstruktion und Fertigung in der Feinwerktechnik der Universität Stuttgart, Äpfel von einem Baum außerhalb des eigenen Gartens zu ernten. Um zu verhindern, dass es bei diesem "Mundraub" juristische Probleme gab, befand sich der Apfelbaum im Niemandsland zwischen zwei Spielfeldern.

Wie in allen bisherigen Wettbewerben, mussten auch dieses Jahr die Maschinen einige Vorgaben einhalten. So waren die Größe beim Start, das Gewicht und die Energieversorgung eingeschränkt. Darüber hinaus mussten die von den Studierenden konstruierten Maschinen die Aufgabe, wie in allen Jahren, nach dem Start ohne den Eingriff eines Bedieners bewältigen. In der Vorrunde war die Ernte noch unumstritten, in der Endrunde mussten dann jeweils zwei Maschinen gegeneinander antreten und den größeren Teil der Ernte für die eigene Mannschaft einbringen.
Die Erntemethoden waren teilweise sehr unterschiedlich. Vom einfachen Schlag gegen den Stamm und dem Auffangen der fallenden Äpfel über das Schütteln der Äste bis zum systematischen Abstreifen der Äpfel von den drehbaren Ästen, wurden alle Methoden versucht. So musste sich zeitweise auch das Publikum in den ersten Reihen vor schwungvoll geerntetem Fallobst schützen. Nur der oberste, goldene Apfel widersetzte sich sehr lange allen Ernteversuchen. Dabei war doch gerade er sehr verlockend, da er der "süßeste" und damit höchst bewertete Apfel war. Mit ausfahrbaren Scherengittern, Klapparmen und pneumatischen Steigern wurde versucht ihn zu erreichen. Das gelang zwar ein paar Maschinen, aber er musste dann auch noch in der eigenen Maschine gelagert werden und das gelang dann letztendlich keiner der Maschinen.

Auch dieses Jahr zeigte sich beim Konstruktionswettbewerb des Instituts für Konstruktion und Fertigung in der Feinwerktechnik, dass der Weg von der Aufgabenstellung bis zum funktionierenden Prototyp aufwendig ist und dass nicht alle, im ersten Moment gut wirkenden Ideen dann mit den studentischen Mitteln so umsetzbar sind, dass sie zum Erfolg führen.

Ein besonderer Dank gilt den folgenden Firmen, die den Wettbewerb teilweise schon seit vielen Jahren unterstützen:

Ergebnisse

  • 1. Platz: Julia Schenkel, Simon Bundschuh, Hendrick Reck, Korbinian Rösch.
  • 2. Platz: Lennart Frie, Florian Jaumann, Enrico Lang, Mario Rosenfelder.
  • 3. Platz: Kevin Keppeler, Justus Kirschner, Benedikt Reinert, Marcus Zier.
 

Fragen zu den Konstruktionswettbewerben

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